CDU legt alternative zu den anderen Parteien dar
Die CDU Landtagsfraktion und die CDU NRW haben ein neues Schulkonzept für NRW erarbeitet, dass den Bedürfnissen der Beteiligten entspricht.
In zahlreichen Gesprächen mit Verbänden, Schulleitern, Lehrern, Eltern und Schülern wurde deutlich, dass sich alle Beteiligten in zwei Punkten einig sind: „Wir brauchen endlich Ruhe an den Schulen. Aber es muss sich auch schnell etwas ändern, damit an den Gymnasien wieder besser unterrichtet werden kann. Mit unserem Konzept werden wir diesen widersprüchlichen Vorstellungen gleichermaßen gerecht. Wir wollen eine nachhaltige Lösung der Strukturfrage und damit Klarheit und Ruhe für die Schulen. Deshalb ermöglichen wir Eltern und Schülern eine „echtes G9“, ohne funktionierende G8-Schulen aufzugeben.“, so der Fraktions- und Landesvorsitzende Armin Laschet bei der Vorstellung des Konzeptes. Dabei soll denjenigen Schulen, die ein erfolgreiches G8-Modell etabliert haben und an diesem Konzept festhalten wollen, die Möglichkeit zur Beibehaltung eingeräumt werden. Damit folgt auch, dass keine Schulen gezwungen werden darf, zu G9 zu wechseln. An den Schulen, bei denen der Wechsel zu einem Abitur nach 13 Jahren aber gewünscht wird, muss dieser Wechsel ermöglicht werden. Wichtig ist, dass beide Varianten gleichberechtigt im Schulgesetz verankert werden. Alle Schulgemeinden sollen die Möglichkeit erhalten, „echtes G9“ einzuführen. Eine Doppelstruktur aus G8 und G9 an ein und derselben Schule schließen wir aus. Dies würde zu einem hohen Mehraufwand führen und nicht zur Beruhigung der Schullandschaft beitragen. Das neue G9 Konzept der CDU-NRW wird sich dabei nicht an dem bisherigen Bildungsgang der G8 Schulen orientieren. Mit der Änderung soll vor allem die Verdichtung in der Mittelstufe entzerrt werden. Auch die Einführung der zweiten Fremdsprache wird erst wieder in der 7. Klasse gestartet. Sofern der Wunsch einer Schule zu einem Wechsel von G8 auf G9 vorhanden ist, muss die Schulkonferenz den Wechsel beschließen und vom Schulträger bestätigen lassen. Die Schulen sollen dabei auf die Unterstützung durch Ministerium und Schulämter zurückgreifen, die den Wechsel aktiv begleiten und fachlich unterstützen. Die programmatischen Grundlagen dafür muss die Schulministerin ab sofort im Ministerium erarbeiten lassen. Die anstehende Landtagswahl darf hier nicht zu einer Blockade führen. Neben der Strukturfrage sind bei den Schulen aber weitere Probleme vorhanden, die das Lernklima stark belasten. Die nicht gelösten Probleme bei Inklusion, Unterrichtsausfall und der Unterrichtung der Flüchtlingskinder sind von der Landesregierung bis heute nicht vernünftig angegangen worden. Ansonsten wären schon jetzt die Strukturprobleme bei G8 nicht so groß. Die betroffenen Schulen müssen hier deutlich entlastet werden. Von Seiten der CDU wird daher ein Moratorium für alles Förderschulen gefordert, von denen keine weiteren mehr durch Rot-Grün geschlossen werden dürfen. Es muss eine Fokussierung der Inklusion auf die Förderschulen gesetzt werden. Auch die landesweite Erfassung des Unterrichtsausfalls muss softwaregestützt und schulscharf eingeführt werden. Zudem soll ein Vertretungspool eingerichtet werden, um den Unterrichts-ausfall zu reduzieren. Ebenfalls fordern wir die zeitnahe Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes zur Unterrichtung von Flüchtlingskindern und die Vermittlung von Deutsch-Sprachkenntnissen als Vorbereitung auf die Teilnahme am Regelunterricht. Ohne Sprache wird eine Integration dieser Kinder ansonsten nicht möglich.